Expedition Isar

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Anfang September 2015. Die letzten Etappen sind wir im November 2014 gegangen. Seither ist viel passiert. Anders als viele Zigtausende haben wir den Luxus, uns freiwillig auf den Weg zu machen. Mit perfekter Ausrüstung und dem sicheren Wissen, abends in einem gemütlichen Gasthof unterzukommen, duschen zu können. Endlich war es also wieder so weit. Nachdem wir eine Woche Vorbereitungstraining in Sand in Taufers in Südtirol genossen haben und unser eigentliches Ziel –… Weiterlesen

So. Manchmal ist Ziel und Ende ja nicht identisch, so auch hier. Denn irgendwie wollen wir ja wieder heim nach Birkenleiten! Den ursprünglichen Plan, von der Kastenalm ein Taxi zu rufen, haben wir schnell verworfen. Kommt nicht in Frage. Wir gehen. Also wieder zurück durch's Hinterautal und als wir hier waren, wussten wir, es ist geschafft: Hier wird der Isar sozusagen ihre Unschuld genommen und ihre Kraft erstmals kommerzialisiert. Am Bahnhof Scharnitz… Weiterlesen

Es ist unglaublich, wie schnell aus dem Quellbächlein ein wilder Gebirgsbach wird. Nur wenige Meter und schon rauscht ein gehöriger Bach durchs Hinterautal. Es streiten sich ja Einige um die wahre Quelle der Isar. Für die Einen ist es der Isar Ursprung, ungefähr zwei Kilometer vor der Kastenalm:

Die letzte Etappe zu den Quellen startet mit einem: „Was? zum Hallerangerhaus? Mei, des is aber fei a ganz schöner Hatscher!“ Na, das lockt uns Superwanderprofis nur ein müdes Lächeln hervor. Noch. Nix wie los also. Wieder ist das Wetter besser als vorhergesagt – die ganze Woche schon traumhafte Bedingungen! Smaragdengrün – aber nur für den, der selber geht!

Eines hat Jakob seinen Eltern voraus. Während sie zum Aufbruch drängen (schließlich haben wir ja nicht den ganzen Tag Zeit ..) lässt er sich beim Frühstück nicht aus der Ruhe bringen. Startet langsam und schmiert sich in aller Ruhe die nächste Semmel. So sind wir eigentlich nie vor 09:30 Uhr so richtig losgekommen. Wanderpuristen ist das sicherlich ein Gräuel.

War die leicht säuerliche Aussage von Jakob, als er feststellte, dass wir für eine unserer kürzesten Etappen genauso lang Zeit brauchen wie für die bisher längsten. Der Abschnitt zwischen Vorderriß und Wallgau gehört nun auch nicht zu den landschaftlichen Höhepunkten. Zumeist geht man auf einiger Höhe und entfernt von der Isar. Nur selten ist man nah dran.

das dahineilt durch ein Bett aus geschliffenen Steinen, weiß und riesig wie prähistorische Eier. Gut, Vorderriß ist nicht Macondo und doch passt die Beschreibung wunderbar auf die Isar zwischen Sylvensteinsee und Vorderriß, unserer Übernachtungsstation bei dieser Etappe.

Kann man Entscheidungen ganz schnell revidieren. Wir haben einen anderen Weg als geplant gewählt. Wir sind von Hechenberg direkt los und auf der östlichen Isarseite geblieben. Und das, obwohl uns Andreas liebenswürdigerweise angeboten hatte, uns bis zur Tattenkofer Brücke zu bringen. Wir waren von gestern einfach zu platt, um so früh aufzustehen. Und es war gut so. Denn das Frühstück war sensationell. Im Freien, endlich mal ohne Buffet, sondern am Tisch mit… Weiterlesen

Sehr ermutigend waren die Kommentare auf Facebook. „Der zweite Tag wird der Schlimmste“ – schreibt der Christian.. gut, ich weiß nicht, was noch kommen wird: aber wie bin ich froh, dass dieser Tag rum ist. Wieder so heiß ! Und es wurde lang und immer länger. Es ist wirklich weit von Schäftlarn bis nach Hechenberg!

Aber auch viel Mühe. Vor allem bei 32 Grad und ab km 20. Beginnen wir also von vorn. 13 kg, 8 kg und 3 kg das ist, was wir mitnehmen. Um 08:40 brechen wir auf.

Meine neue Lieblingsgruppe ist Opas Diandl. Sie liefern daher auch das Lied zur Tour: Wonn du durchgeasch durchs Tol Wann du durchgehst durchs Tal, He Bua jauchz noch amal, Daß i di nomal hör Vielleicht nacha nix mehr. Holla rei-du-li rei-du-li rei-du-li-o, Holla rei-du-li rei-du-li-o. 2. Wann i wischpl und schrei Und du hörst mi net glei, So muaß i vastehn, Daß i weita soll gehn. Holla rei-du-li rei-du-li rei-du-li-o, Holla rei-du-li… Weiterlesen

Zwei Wochen noch bis zum Start. Daher mal bei den ersten Übernachtungsstationen angerufen. Mit mäßigem Erfolg, weil bereits alles voll. Pfingstferien. Das war so nicht vorgesehen. Leichte Panik kommt auf. Wir sind ja zu Fuß unterwegs und so viele Möglichkeiten, die nah an der Isar liegen und in unseren Laufrhythmus passen, gibt es dann auch nicht. Dann also doch die Etappen durchplanen und Übernachtungen festmachen. Hat am Ende mit leichten Veränderungen zur… Weiterlesen