Also, ich wusste das nicht: Über Jahrhunderte wusch man Gold aus der Isar. Vor allem die goldhaltigen Sande aus dem Isartal zwischen Landshut und Plattling waren dabei sehr ergiebig. Der Ort Goldern bei Niederaichbach zum Beispiel ist dabei schon seit dem Jahr 916 als Wohnort von professionellen Goldsuchern bekannt. 1477 erteilte Ludwig der Reiche offizielle Bewilligungen fürs Goldwaschen. Natürlich musste das Gold gegen Lohn abgegeben werden.

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Ab dem 16. Jahrhundert gab es eine eigene bayerische Goldwährung – mit dem Flussgold aus Niederbayern. Es gab sogar eigne Isardukaten – „ex auro Isarae“. Auf der einen Seite der jeweilige Kurfürst oder König, auf der anderen Seite der Flussgott Isara beim Goldwaschen. Isardukaten

Mit der Flussregulierung war das Thema dann Ende des 19.Jhrdt. beendet.

Screenshot Isardukaten von dieser Quelle

Gefunden in der „Kleinen Geschichte Niederbayerns“ von Gerald Huber. Ein lohnenswertes Büchlein.

11. September ’15

Ein letztes Mal den Rucksack schultern. Wir gehen mit großen Erwartungen durch Plattling City. Wir sind so gespannt auf die letzten 12 km Isar bis zur Mündung in die Donau.

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10. September 15

„.. des is a ned interessanter als Landau“ sagt der Landauer Hotelier mit erstauntem Kopfschütteln. Und dann auch noch zu Fuß! Die niederbayerische Herzlichkeit sei gepriesen – an der touristischen Vermarktung der Region könnte man noch etwas arbeiten. Wir lassen uns davon nicht irritieren. Unser erster Weg geht zum Landauer Sporthaus, weil der Junior etwas Probleme mit seinen Fußballen hat. Wir schauen uns andere Einlagen an und werden auch fündig. Sehr netter und geduldiger Service im Sporthaus Strohhammer. Und das, obwohl sie wissen, dass sie uns ausser Einlagen nichst verkaufen können. So muss Einzelhandel (habe gerade gesehen, dass es auch zwei klasse fokussierte Onlineshops von ihnen gibt) !

Jetzt aber los an die Isar, wir sind spät dran. Wieder ein schöner, warmer Tag – ungefähr 23 km liegen vor uns.

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9. September

Ein schöner Morgen. Die Matratzen im schönen Gasthof gehören definitiv erneuert. Wir wussten gar nicht, dass es noch Federkern gibt! In einer Bäckerei Proviant für den Tag gekauft und los. Die Befürchtungen des Vortags bestätigen sich Gott sei Dank nicht. Die Isar schaut hier besser aus.

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8.September, frühmorgens.

Der Hauptbahnhof hat sich verändert. Ein bedrückendes Bild. Wir sehen müde, erschöpfte Gesichter. Die normale Routine eines Werktagmorgens, an dem die Regionalzüge fast minütlich hunderte Pendler ausspucken, ist gebrochen. Der ganze Starnberger Bahnhofsflügel ist abgesperrt. Viele Menschen mit neonfarbenen Westen, viele Bundespolizisten. Schauen auch alle sehr müde. Die abstrakten Zahlen, die man ungläubig in den Nachrichten hört, werden hier greifbar.

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Kräfte bündeln auf das Ziel hin

Anfang September 2015.

Die letzten Etappen sind wir im November 2014 gegangen. Seither ist viel passiert. Anders als viele Zigtausende haben wir den Luxus, uns freiwillig auf den Weg zu machen. Mit perfekter Ausrüstung und dem sicheren Wissen, abends in einem gemütlichen Gasthof unterzukommen, duschen zu können.

Endlich war es also wieder so weit. Nachdem wir eine Woche Vorbereitungstraining in Sand in Taufers in Südtirol genossen haben und unser eigentliches Ziel – die Expo in Mailand – mangels bezahlbarer Unterkünfte nicht mehr erstrebenswert war, sind wir nach Hause gefahren, haben kurzerhand noch einen kleineren Rucksack für mich gekauft, gepackt und sind los mit dem Ziel Isarmündung.

Eine eigenartige Erfahrung. Das Losgehen ist wie ein Heimkommen.

 

Früh aufgestanden heute. Weil, wir wollen ja früh daheim sein, damit wir für morgen noch alles in Ruhe herrichten können. Unsere Pension liegt glücklicherweise direkt am Fluss. Keine Rüstzeit, sozusagen und gleich los.

Auf dem Damm. Für uns blöd, für die Isar aber gut: an manchen Stellen wird der Uferweg aufgelassen und nach Hochwasser Uferabbrüchen nicht mehr in Stand gesetzt. Für uns heißt das: etwas mehr Langeweile und gerade heute ein paar Kilometer auf dem Damm durch den Wald. Sei’s drum. Nach gestrigem Lehrpfad Buntspechte und wilde Hopfendolden entdeckt. Sensationell. Ich meine, für Münchener.

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Wo waren denn eigentlich früher meine Augen? St. Martin und Burg Trausnitz. Mehr kannte ich nicht. Vor allem war mir nicht bewusst, wie schön die Isar durch Landshut fließt.

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Ok. Unsere Kollegin Anja D. ist schuld. Sie machte uns darauf aufmerksam, dass die Landesausstellung in Regensburg bereits am 2. November ihre Pforten schließen wird. Ja blöd. Also schnell den Plan über den Haufen geworfen und zunächst nach Regensburg gefahren. Mit dem Bayernticket am Reformationstag waren wir nicht die Einzigen unterwegs.

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Für den 26. Oktober kündigte sich ein schöner Herbstsonntag an. Schon um 10 Uhr morgens waren wir auf dem Weg zur U-Bahn, Richtung Garching Forschungszentrum, dem Startpunkt unserer 3. Etappe. Mit der Stadtgrenze verzog sich auch der Sonnenschein und wich einem milchigem Hochnebel. Manchmal, zaghaft fast, zeigte sich die Sonne als heller Punkt hinter Milchglas. Mit jedem Meter Richtung Erdinger Moos schwand aber die Hoffnung auf blauen Himmel.

Egal. Der Weg führt uns mal links-, mal rechtsseitig an der Isar entlang. Schön ruhig ist es. Nicht einmal mehr die ubiquitären Radlfahrer stören. Sonntag morgen.

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Es nebelt noch ziemlich, als wir am Morgen des Tags der Deutschen Einheit in die U-Bahn steigen. Vom Bahnhof Studentenstadt geht es los. Im Biergarten Aumeister „Auszogne“ gegessen und weiter zu unserem Ausgangspunkt, dem Kilometer 141, direkt an der Brücke vom Föhringer Ring. Neuland.Hier sind wir noch nie zu Fuß unterwegs gewesen.

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Die erste Etappe zur Mündung führt uns durch die Stadt. Ich habe immer die großen Städte mit „großen“ Flüssen beneidet. Wir dagegen mit unserer „mickrigen“ Isar. Bis vor einigen Jahren mit der Renaturierung begonnen wurde. Welch Lebensraum sich für uns „Stooderer“ dadurch ergeben hat! Mit allen Schwierigkeiten gerade in den Sommermonaten. Ich glaube viele andere beneiden uns um die Isar.

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