Aber auch viel Mühe. Vor allem bei 32 Grad und ab km 20. Beginnen wir also von vorn. 13 kg, 8 kg und 3 kg das ist, was wir mitnehmen.

Um 08:40 brechen wir auf.

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Das Lied zur Tour

Meine neue Lieblingsgruppe ist Opas Diandl.

Sie liefern daher auch das Lied zur Tour:

Wonn du durchgeasch durchs Tol

Wann du durchgehst durchs Tal,
He Bua jauchz noch amal,
Daß i di nomal hör
Vielleicht nacha nix mehr.
Holla rei-du-li rei-du-li rei-du-li-o,
Holla rei-du-li rei-du-li-o.

2. Wann i wischpl und schrei
Und du hörst mi net glei,
So muaß i vastehn,
Daß i weita soll gehn.
Holla rei-du-li rei-du-li rei-du-li-o,
Holla rei-du-li rei-du-li-o.

3. Und i hör nix mehr wischpln,
I hör nix mehr schrei’n,
Da Bua wird scho längst
Über d’Granitz’n sein.
Holla rei-du-li rei-du-li rei-du-li-o,
Holla rei-du-li rei-du-li-o.

Unsere vierte Übungstour führte uns in alte Zeiten. In die Nähe der Rohrmoosalm. Unser damaliger Hausberg war der Veitsberg. Ein unscheinbarer Gipfel, sozusagen im Schatten des Hinteren Sonwendjochs. Selbst an einem sonnigen Sonntag ist der Veitsberg ein ruhiger Gipfel. Mehr als 10 Wanderer sind uns nicht begegnet.
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Und das, obwohl Weg und Gipfelaussicht sensationell schön sind. An die 900 Höhenmeter waren eine gute Übung und das Thierseetal mal wieder zu sehen, war auch schön.
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Zwei Wochen noch bis zum Start. Daher mal bei den ersten Übernachtungsstationen angerufen. Mit mäßigem Erfolg, weil bereits alles voll. Pfingstferien. Das war so nicht vorgesehen. Leichte Panik kommt auf. Wir sind ja zu Fuß unterwegs und so viele Möglichkeiten, die nah an der Isar liegen und in unseren Laufrhythmus passen, gibt es dann auch nicht.
Dann also doch die Etappen durchplanen und Übernachtungen festmachen. Hat am Ende mit leichten Veränderungen zur Grundidee geklappt. Schwierig wurde es vor allem südlich von Lenggries. Ein großes Bikertreffen führt zu ausgebuchten Hotels in einer Gegend, in der eben nicht alle paar hundert Meter Hotels oder Pensionen stehen. Und was sind das für Motorradfahrer, die im Hotel pennen ?

So schauen die Etappen jetzt aus:
1) Daheim – Schäftlarn (20 km)
2) Schäftlarn – Hechenberg (26 km)
3) Hechenberg – Bad Tölz (15 km) Alpamare Tag!
4) Bad Tölz – Vorderriss (längste Etappe vermutlich, über 30 km)
5) Vorderriss – Wallgau (16 km)
6) Wallgau – Scharnitz (19 km)
7) Scharnitz – Hallerangerhaus (19km 1.100 Höhenmeter)

So könnte es sich ausgehen.

Üben – Dritte Tour

Wieder in der Stadt unterwegs. Viel zu selten machen wir uns auf den Weg zu Orten, die nicht auf dem gewohnten Terrain liegen. Weil sie einem nicht in den Sinn kommen, weil sie Anfahrt brauchen, weil sie so unspektakulär klingen. Der Westpark ist genau so ein Ziel. 1983 war die IGA, das war das erste Mal, dass Michaela in München war, gemeinsam mit ihrer Klasse. Und wenn man die Isar hat, wozu in den Westpark?

Ganz einfach: weil's da schön ist!

Und jetzt die eigentliche Überraschung: Der Nordteil!
Eingestiegen am Mittleren Ring haben wir zunächst den Standardteil erkundet mit Seebühne et al.
Dann erst in den Nordteil. Wieder ein sehr schöner Teich.
Und das Beste:
Man kann bis zur Theresienwiese quasi im Grünen marschieren! Kurzum, wieder tolle Ecken der Stadt neu entdeckt und ohne Murren 12km gegangen!
 

 

 

Üben – Zweite Tour

Ostersonntag – mittelprächtiges Wetter. Geplant war eine Tour im Osten Münchens. Nachdem Jakob aber doch recht verschnupft ist, ändern wir kurzfristig den Plan. Wir fahren mit der Tram bis zum Max-Weber-Platz (Gruß an den Soziologen, der vor 150 Jahren geboren wurde) und machen uns am rechtsseitigen Isar Hochufer durch die wunderbare Parkanlage auf den Weg zur Isar.

Der Friedensengel grüßt.

Friedensengel

Wir bleiben auf der rechten Seite und gehen die Thomas-Mann-Allee entlang, unterqueren den Mittleren Ring, bleiben direkt an der Isar und wandern Richtung Föhring. Am Wasser ein Trail. Wenig begangen. Frisches Grün, Altwasser. Wirklich sehr, sehr schön!

2014-04-20 11.42.45

Bei St. Emmeran wechseln wir die Uferseite und gehen in den Englischen Garten.

2014-04-20 11.58.21-1

Noch einen guten Kilometer und wir sind am Aumeister. Brotzeit.

Zurück bis zur U-Bahn Station Studentenstadt. Gute 10 km. Sehr schön.

Tour Aumeister

Üben – Erste Tour

Wird das klappen? Schließlich waren wir doch sehr seßhaft in den letzten Jahren.. Also nichts wie raus und schauen, was geht.

Unsere erste Übungstour führte uns zunächst mit der S-Bahn nach Schöngeising.Von hier sind wir über die Felder nach Fürstenfeld gewandert, dem bayerischen Escorial, gerade 750 Jahre alt geworden: Ursprünglich eine Sühnestiftung des bayerischen Herzogs Ludwig des Strengen für die Hinrichtung seiner Gemahlin Maria von Brabant 1263. Heute ist unser Freund Albert Bauernfeind dort Dekan. Eine wunderbare barocke Anlage. Leider kann man die Marienkirche nur bei Führungen komplett besichtigen – dafür gibt es aber zwei gute Wirtschaften.

Zurück sind wir an den Amperauen.

2014-03-29 15.07.33

Insgesamt führte uns die Tour rund 18 km weit. Bei schönstem Frühjahrswetter kein schlechter Start. 

 

 

Vom Gehen

Das Gehen ist die natürliche Geschwindigkeit des Menschen. Vier bis fünf Kilometer in der Stunde zu Fuß zurücklegen. Alles, was man braucht steckt im Rucksack. Auf’s Gelände achten. Richtungen ändern. Pfaden nachspüren, sich von einer Blume ablenken lassen. Vom Weg abweichen. Zum Raum wird hier die Zeit.

„Geht schon noch“

„Da steig ich nicht mehr durch“

„Seinen Gedanken freien Lauf lassen“

„noch einen Artikel duchgehen“

Unsere Sprache ist voller Metaphern, die auf das Gehen verweisen, nicht mehr jedoch unser Alltag. Zu Fuß bewegen wir uns allenfalls zwischen Parkplatz und Arbeitsplatz, in Shoppingcentern oder „Fußgänger“zonen – oder im Fitnessstudio, wo wir auf dem Laufband eine virtuelle Runde drehen.

Was bringen wir da unseren Kindern bei?

Die Zeit des „letzten Fußgängers„, Heinz Erhardt, ist aber wohl auch vorbei.Mit Grauen erinnern sich wohl viele von uns an die sonntäglichen Spaziergänge mit den Eltern.

Es gibt aber auch ermutigende Signale, zum Beispiel die Wissenschaft der Promenadologie, die Spaziergangswissenschaft. .

Wie also die Kunst des Gehens wieder entdecken und gleichzeitig vermitteln? Ein Experiment.